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Die Geschichte des Cachaça

Cachaça ist die älteste und traditionsreichste Zuckerrohrspirituose der Welt. Lesen Sie ein paar Highlights aus 500 Jahren bewegter Geschichte.

 

1533 - 1549: Die Anfänge

Auf einer Zuckerrohrplantage in São Vicente (Bundesstaat São Paulo) entdeckt man die alkoholische Wirkung des gepressten Zuckerrohrsaftes. Der fermentierte Saft erhält den Namen "Cagaça" - in Anlehnung an "Bagaça", dem ausgepressten Zuckerrohrstrang.

1550 - 1660: Der Aufstieg

Erste Aufzeichnungen belegen den Konsum des Zuckerweines durch die auf dem Feld arbeitenden Sklaven. 
Immer mehr Zuckerfabriken beginnen den lukrativen Cachaça herzustellen, der schnell zu einem wertvollen Exportgut wird - jedoch auch zu einer Konkurrenz des portugiesischen Zuckerrohrschnapses "Bagaceira". Das zeitweilige Verbot der Cachaça-Herstellung in Brasilien durch die portugiesische Krone ab dem Jahr 1635 und die anschließende hohe Besteuerung gipfelt in der Cachaça-Revolte.

1661 - 1756: Die lukrativen Jahre

Cachaça boomt und wird unter anderem zu einer Schattenwährung der portugiesischen Krone, mit der Sklaven aus Afrika eingekauft werden. Noch heute wird Cachaça daher auch als "Moeda velha" (alte Währung) bezeichnet.

Dank der Besteuerung des begehrten Guts sprudelt die portugiesische Kasse. Das 1755 von einem Erdbeben zerstörte Lissabon wird nicht zuletzt mit Hilfe signifikanter Steuereinnahmen aus der Cachaça-Produktion wieder aufgebaut.

1757 - 1821: Brasilienweite Expansion

Die Cachaça-Produktion wird zu einem festen Bestandteil der Kolonialisierung. Mit der Entdeckung von Gold im Bundesstaat Minas Gerais beginnt dort eine eigene Tradition der Cachaça-Herstellung. Erste große Hauptstadt des Cachaça ist dennoch die Kolonialstadt Paraty im Bundesstaat Rio de Janeiro, in der zu Spitzenzeiten über 160 Destillerien Cachaça herstellen.

1822 - 1949: Konsolidierung und Neuentdeckung

Nach der Unabhängigkeit Brasiliens kommt der Konsum von Cachaça, der vormals auch ein Symbol der Unabhängigkeit gegen die Kolonialmacht Portugal war, aus der Mode.

Erst die Modewoche im Jahr 1922 markiert die Rückbesinnung auf das traditionelle Kulturgut Cachaça und die fortan beginnende Anerkennung als hochwertige Spirituose.

Neue Zentren der Cachaça-Produktion entstehen. In Minas Gerais genießt Januária einen exzellenten Ruf als Welthauptstadt von Qualitäts-Cachaça, bis die Profitgier die Qualität einbrechen lässt. Salinas löst Januária als Zentrum der traditionellen Cachaça-Produktion ab, angeführt von der Kultmarke Havana / Anísio Santiago.

1950 - 2005: Industrialisierung

In den 50er Jahren beginnt die Industrialisierung der Cachaça-Herstellung: Statt der chargenweisen Destillation in Kupferkesseln setzen große Hersteller fortan kontinuierliche Destillationsverfahren ein, die die Produktionskapazität verfielfacht. São Paulo wird zum Zentrum der massenorientierten Cachaça-Produktion und Deutschland wird zum größten Exportmarkt für Cachaça.

Anfang des Jahrtausends werden in Brasilien ca. 1.500.000.000 Liter Cachaça jährlich produziert. Dies macht Cachaça zur weltweit am drittmeisten konsumierten Spirituose nach Wodka und Soju. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch in Brasilien liegt bei 9 Litern und nur ca. 1% der jährlichen Produktion werden exportiert.

ab 2006: Comeback des Cachaça Artesanal

Viele Hersteller, u.a. in Minas Gerais, Rio de Janeiro und Santa Catarina halten dennoch an der traditionellen Herstellung fest. Sie sind der Überzeugung dass nur mit der kunsthandwerklichen Herstellung Cachaça herausragender Qualität geschaffen werden kann.

Im Heimatland Brasilien sowie anspruchsvollen Exportmärkten entsteht ein neuer Markt für den traditionellen Cachaça Artesanal. Dieser eignet sich nicht nur für die klassische Caipirinha, sondern auch für anspruchsvolle Cocktails und zum puren Genuss. Während in Europa noch industrieller Cachaça den Markt dominiert, werden in Ländern wie den USA bereits überwiegend Cachaça Artesanal verkauft. Doch auch hierzulande ist der Ausblick positiv: Magnífica zeigt das Potenzial brasilianischer Brennkunst auf und lädt Sie ein, den hochwertigen brasilianischen Trinkgenuss zu entdecken.

Quellen

http://apaixonadosporcachaca.com.br/uma-breve-historia-da-cachaca/10/11/2009/

http://stravaganzastravaganza.blogspot.com/2011/04/historia-da-cachaca.html

http://www.aguadoce.com.br/interno.php?:=cachacas&tt=atd&c=1

http://www.agencia.cnptia.embrapa.br/gestor/cana-de-acucar/arvore/CONT000fiog1ob502wyiv80z4s473agi63ul.html

http://www.lucianoqueiroz.com/historia%20da%20cachaca.htm

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